Freitag, 23. Oktober 2015

[mylife] Traken - Knights of Camelot - Ritterturnier


Mein Mann und ich gehen nicht wirklich viel aus. Ich bin dank meiner 'Menschenscheuheit' und einer Vielzahl anderer Gründe das vollkommene Klischee eines Schriftstellers, der sich in seiner Kammer verbarrikadiert und dort seiner Fantasie freien Lauf lässt. (Tja, und mein Mann ist Philosoph, also gilt das Gleiche für ihn :) )

Gestern haben wir diese Klischees für knappe zwei Stunden abgestreift und meine Ängste (diesen bissigen Köter) an die Leine gelegt, weil etwas wirklich Schönes zu erleben war und ich es mir nicht entgehen lassen wollte. Deshalb hab ich meinen Herrn Meester geschnappt und ihn ins Auto gepackt.


Traken - Knights of Camelot - eine Show aus Tschechien mit Ritterspielen samt Pferden und allem drum und dran!
Das hört sich doch mal nach etwas an, mit dem man Tharah begeistern kann :) (Der Reim war unabsichtlich *gg*)



Wir wussten nicht genau, was uns erwartet, aber wir hatten große Erwartungen. Ja, ich weiß, eine seltsame Kombination - wir wurden allerdings alles andere als enttäuscht!


Sogar die Tickets waren wunderschön gemacht. Die Bilder waren toll und der Abriß hat das Siegel gebrochen - das fand ich genial :)


Die kleine Geschichte hinter der Show war super, wenn auch etwas klischeehaft, was der Sache keinen Abbruch tat:
Es gab einen sympathischen Herold, der das Volk zum Mitmachen aufforderte und die Spiele anleitete. Dann gab es den unscheinbaren Ritter (der Herr in Grün - Wilhelm mit Namen), eine schöne, wilde Prinzessin auf einem Schimmel und einen 'Bösewicht' in Rot/Schwarz namens Malagat (der viel zu lustig war, um wirklich der Böse sein zu können / gespielt übrigens von Petr Novák, dem Chef der Truppe).
Der Vierte im Bunde der zum Turnier Antretenden war der Herold selbst, der nach einem hitzigen Wortwechsel von Malagat herausgefordert wurde.


Es wurde mit Lanzen und Schwertern gespielt, mit Pfeilen geschossen, Köpfe wurden aufgespießt (wenn es nach Malagat gegangen wäre, hätte jemand aus dem Volke dran glauben müssen - doch der Herold konnte das Unheil gerade noch abwenden :) ) ...



Späßchen wurden gemacht, ein Knappe wurde zum Ritter geschlagen, die Damen aus dem Volk durften ihrem Favoriten ein Schleifchen um die Lanze binden... (Wer hier Perverses denkt, sollte sich fragen, ob er nicht zu viele von meinen Romances liest *gg* Nicht, dass daran etwas verkehrt wäre, es sei nur angemerkt!)
Ich gab meines übrigens dem Herold auf dem schwarzen Friesen. Hätte ich früher bemerkt, dass Ritter Wilhelm dadurch leer ausging, hätte ich das wohl nochmal überdacht - ich bin immer für den Underdog. Na gut, der Herold bekam auch nur zwei Schleifen, von daher war meine Wahl nicht so falsch :)  


Es gab viel zu sehen und viel zu klatschen - mir bluteten schon die Hände... aber es war ein gutes Bluten, ein Bluten für den Sieg *gg*
Gewonnen hat Prinzessin Adriana, die den armen Malagat ziemlich fertig gemacht hat - auf eine Weise, die sehr unladylike war :)

Ich habe für euch ein kleines Video zusammengestellt, falls jemand Lust darauf hat, ein paar Momentaufnahmen mitzuerleben!



video



Nach der Zugabe (Stefan Kaiser, der Herold, der auf weiteren drei seiner herrlichen Pferde ein wenig Dressur zeigte) durfte man ein Foto auf einem der Tiere machen.
Ich und zwei andere kleine Kinder haben uns wacker getraut. Neeein, Leute, das war überhaupt nicht peinlich... Okay, vielleicht ein bisschen, aber die Versuchung, auf dem Friesen namens Max zu sitzen, war einfach zu groß.

Ich bin früher (von etwa sechs bis achtzehn) viel geritten, habe aber irgendwann aus verschiedenen Gründen aufgehört. Ich war nie besonders gut, aber hatte meine Freude daran. Die beste Freundin meiner Mutter hatte Pferd (einen richtigen Riesen) und Pony, so bekam ich früh die Möglichkeit, auf einem Ponyrücken zu sitzen :)

Ich erinnere mich an Urlaube auf Pferderücken (in Tunesien hat es mir ein Wallach besonders angetan - Rebell <3 ), die Sportwoche samt den süßen Isländern, die wir selbst betreuen durften, die Fahrten auf meiner Motocross zur nicht ganz so nahe gelegenen Reithalle... Oft vermisse ich den Duft von Pferden, das Gefühl im Sattel zu sitzen und sich mit einem passablen Schenkeldruck abzumühen *gg*
Ja, die Schwäche für Pferde kommt gleich nach meiner Schwäche für Männer auf Pferden (besonders Springreiter :P ) und meiner noch hitzigeren Leidenschaft für Motorräder.

Nun wollte ich es mir nicht entgehen lassen, mal wieder auf einem Pferd zu sitzen. Außerdem musste ich ja ein bisschen Duft für meinen Hund mitbringen. Als Trost, weil er zuhause bleiben musste (Pferde inhaliert er ja besonders gern :) )



Tja, wenn der nächste Kerl in einer meiner Stories besonders gut reiten kann, dann wisst ihr jetzt, woher die Inspiration kam! :)

Wer mein ausschweifendes Geschwafel bis hierher gelesen hat, dem kann ich nur DANKE sagen... und natürlich liebe Grüße!


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